Warum warten mit dem Sex

Warum warten?

Vier Gründe, warum „Sex ohne Ehe“ langfristig nicht glücklich macht.

Vorehelicher Geschlechtsverkehr gilt heute als „common sense“

Wer heute auf die Ehe wartet, gilt als rückwärtsgewandt, zu gläubig, frigid, weard, langweilig, im besten Fall als prinzipientreu. Aber-Millionen Jugendliche sind heute durch das Internet ‚abgenutzt‘, ihre Fantasie hat sie schon längst auf sexuellem Gebiet überfordert. Was wollen sie eigentlich wirklich, jenseits von Genderideologie und Weltschmerz? Daten zeigen allgemein: sie wünschen sich Treue und eine gelingende Partnerschaft. Die meisten auch Kinder. Aber auf die Ehe warten – das wollen sie nicht. Zwar fangen die sexuellen Erfahrungen der Jugend heute nicht signifikant früher an, als noch vor vierzig Jahren, dennoch gilt die Enthaltsamkeit bis zur Ehe als verstaubt – wenngleich manche Trends Gegenteiliges vermuten lassen. Doch nun wird immer klarer: Sex ohne Ehe macht nicht glücklich.

1.     Frauen tragen den Nachteil

Die sexuelle Revolution der 1968er Jahre ihre Spuren hinterlassen. Dennoch wird Frauen nicht dieselbe Freiheit in sexuellen Belangen zugestanden wie Männern. Und das ist schlicht und ergreifend der Natur der Sache zuzuschreiben. Männer sind und bleiben die ‚Jäger‘, während Frauen genetisch die Mutterschaft anheim wohnt. Ergo, gilt ihr Schoß auch als der Hort der Familie, auch wenn manche Frauen seit der Emanzipation „mein Körper gehört mir“ geschrien haben. Es stimmt eben einfach nicht. Sie sind die Trägerinnen menschlichen Lebens. Und dieses hat eine eigene Vita, einen eigenen Körper, eine eigene Seele und einen eigenen Geist. Frauen spüren also viel mehr, wenn sie diese natürliche Grenze überschreiten.

2.     Sexualität bedeutet für Männer und Frauen nicht dieselbe Intimität

Auch wenn wir uns gerne Vieles schönreden mögen. Für Männer ist Sexualität zwar die Sprache der Intimität – wenn überhaupt. Für Frauen hat sie aber darüber hinaus Bindungscharakter. Für Männer gilt dies nicht zwangsläufig. Auch dies ist in der Verschiedenheit der beiden Geschlechter und ihrer Rolle in biologisch angelegten Eigenschaften begründet. Männer fühlen sich einer Frau gegenüber nicht verbundener, eher verpflichteter, wenn Sexualität ins Spiel kommt. Wird ein Paar – von ‚one-night-stands‘ sprechen wir hier nicht, diese haben keinerlei Verbindlichkeit und verletzen die Seele von Frauen noch nachhaltiger – wird ein Paar also vor der Ehe sexuell aktiv, knüpft die Frau unterbewusst eine Erwartungshaltung an diese Intimität. Sie erhofft in den meisten Fällen die partnerschaftliche Bindung. Die Frau empfindet auch viel schneller die körperliche Leere, wenn aus der intimen Beziehung keine Ehe wird. Auch das liegt in der Natur der Sache. Junge Frauen sollten diesen biologischen Unterschied im Verständnis des sexuellen Aktes zwischen Mann und Frau kennen und verantwortungsvoll bedenken.

3.     Das sakramentale Verständnis der Ehe

Nicht nur die Freiwilligkeit spielt hier eine zentrale Rolle. Wer vor der Ehe sexuell aktiv war, verspürt mitunter einen Erwartungsdruck, den Partner zu heiraten. Die Freiwilligkeit bei der Eheentscheidung, die kirchenrechtlich eine zentrale Rolle spielt, ist damit angekratzt. In extremen Fällen kann dies auch zu Annullierungsverfahren führen. Zudem ist auch das „Sich gänzlich Schenken“ und mit dem Anderen „eins“ Werden („Ein Fleisch Werden“) durch „Sex ohne Ehe“ durchbrochen.

4.     Sexualität nutzt sich ab

Schließlich muss gesagt werden: viele Sexualpartner bedeuten auch mehr Leid, mehr Herzschmerz und ein gesunkenes Selbstwertgefühl bei Frauen. Für Männer kann es das Gegenteil bedeuten, jedenfalls in der Wahrnehmung. Dennoch, die Liebesfähigkeit nimmt mit jedem neuen Partner ab, wenn beide Partner nicht das Ruder herumreißen und ehrlich mit dem Thema umgehen. Sexualität als Geschenk der Liebe und Treue zu empfinden bedarf der Exklusivität. Meist erwartet jeder Partner im Innersten diese Exklusivität vom Anderen. Aber klar ist: jeder fange bei sich selbst an…

Katharina Nepf
Letzte Artikel von Katharina Nepf (Alle anzeigen)