Pornografiekonsum bei Kindern

Pornografiekonsum bei Kindern

Warnsignale bei Pornografiekonsum besser deuten

Jedes Kind kann mit Pornografie in Berührung kommen, unabhängig von Herkunft oder Qualität der Erziehung. Einfach, weil das Angebot groß und die Möglichkeiten vielfältig sind und Kinder gerade über z.B. Smartphone, Tablet und PC leicht Zugang zum Internet haben. Woran merkst man, ein Kind Pornografie konsumiert und Suchtgefahr besteht? Die Schulen haben derzeit leider nur wenige Möglichkeiten, dies zu verhindern. Im Umfeld zu Hause ist der Zugang zu elektronischen Geräten ebenfalls oftmals ohne Hindernisse. Es stellt sich die Frage, welche Sicherungen man vornehmen kann, um den Zugang zu kinder- und jugendgefährdenden Inhalten zu verhindern. Wie halten das die Eltern der Freunde deines Kindes?

Folgende Hinweise möchten ein rechtzeitiges Erkennen von Warnsignalen fördern, damit richtig reagiert werden kann:

Warnsignale des Kindes und ihre Indikatoren:

  • Dein Kind verbringt eine Menge Zeit online, besonders nachts.
  • Dein Kind schaltet den Monitor aus oder wechselt den Bildschirm des Monitors, wenn du in den Raum kommst.
  • Dein Teen schließt die Tür ab, während er/sie am Computer arbeitet.
  • Du erwischt dein Kind beim Lügen über das Benutzen des Computers. Wenn es nichts zu verstecken gibt, finden ehrliche Dialoge statt.
  • Wenn dein Kind sich isoliert oder depressiv wird und sich vom normalen Familienleben zurückzieht.
  • Du findest Pornografie auf dem Computer deines Kindes. Dann ist es höchste Zeit zu reden.
  • Wenn du überprüfst, welche Seiten dein Kind aufgerufen hat, sind sie alle gelöscht. Das Löschen des Verlaufs könnte ein Indikator sein, dass dein Kind auf ungeeigneten Seiten surft.
  • Höre darauf, wie dein Kind über Angehörige des anderen Geschlechts spricht. Pornografie beseitigt den Respekt und verzerrt eine gesunde Sicht auf Beziehungen.

Wichtig: Kinderschutzsoftware und offenes Gespräch mit dem Kind

Hat man den Eindruck, dass mehrere dieser Punkte zutreffen, empfiehlt sich als ersten Schritt ein ruhiges Gespräch mit dem Kind.

Ruhe bewahren ist jetzt besonders wichtig. Sollte sich bestätigen, dass das Kind im Internet Seiten frequentiert, die seinem Alter unangemessen sind, ist es für Eltern wichtig, als Reaktion nicht schockiert oder enttäuscht zu sein. Sprich offen und direkt mit dem Kind darüber, warum es manche Internetseiten meiden sollte, erkläre ihm die Hintergründe und Gefahren. Dadurch, dass das Kind sich ertappt fühlt, ist es besonders sensibel, zeige daher Verständnis und biete Unterstützung an, damit eine gute Vertrauensbasis zwischen Eltern und Kind besteht. Durch die Installation einer guten Kinderschutzsoftware können gute Sicherheitsmaßnahmen gewährleistet werden.

Empfehlenswert ist die Verwendung der „Kindersicherung“ (für Laptop/ PC) und dem „Chico-Browser“ (für Smartphones). Beide Softwares findest du im Safersurfing Online Shop

Ein paar praktische Tipps:

  • Schutzsoftware einrichten: ohne Sicherung können Kinder im Internet unfreiwillig auf Gewalt- und sexuelle Darstellungen treffen, das lässt sich durch diese Software verhindern. In unserem Shop findest du eine gute Software, die genau das verhindert.
  • Limitierung der Nutzungsdauer der Verwendung von PC-, Smartphone- und Internet: Verbindliche Zeitlimits geben deinem Kind Sicherheit. Ebenso helfen sie den Eltern, das Medienverhalten des Kindes zu regulieren.
  • Kein Internetzugang im Zimmer des Kindes: Dies erleichtert den Eltern, den Mediengebrauch des Kindes im Blick zu behalten. Gleichzeitig hilft es dem Kind, sich an die getroffenen Vereinbarungen zu halten.
  • Mit dem Kind in Kontakt bleiben: Gemeinsam verbrachte Zeit ist das A und O und der beste Schutz für dein Kind. Keine Scheu zeigen, auch das Thema „Pornografie“ anzusprechen. Ein gutes Gesprächsklima ist der beste Schutz. Wenn ein Kind weiß, dass es mit allen Problemen zu den Eltern kommen kann, fühlt es sich sicher. Es ist hilfreich für das Kind, wenn man ihm erklärt, warum es pornografische Darstellungen meiden sollte.
  • Bei sich selbst keine Mutlosigkeit aufkommen lassen: In der Kindheit heutiger Eltern gab es noch kein Smartphone. Überdies war das Internet längst nicht so einfach zugänglich wie heute. In dem Dschungel von Veränderungen zurechtzukommen, kann manchmal herausfordernd sein. Lass dir sagen – du bist nicht allein! Safersurfing bietet gerade deshalb Unterstützung an und möchte Hilfe durch verschiedene Angebote bieten.

 

Eine eigene Seite (www.be-real.life) für Kinder ist in jugendgerechter Sprache darauf spezialisiert, heikle Themen wie Pornografie anzusprechen. Hier sind weitere hilfreiche Tipps zu finden, die eine optimale Begleitung des Kindes im Zeitalter der Digitalisierung unterstützen.

10 Tipps für verantwortungsvolles Surfen

Quelle: Safersurfing

Phil Pöschl

Phil Pöschl

Philip Pöschl ist Gründer, Obmann und Referent des Vereins Safer Surfing/Loveismore, einem Verein zum Schutz von Personen vor suchtfördernden Inhalten im Internet, im Besonderen Pornografie sowie Hilfestellung für Betroffene und Angehörige. Er hält in ganz Europa Vorträge und Seminare zum Thema "Ausweg aus der Pornografie" und ist öfters Gast im Radio und Fernsehen. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in Mödling.
Phil Pöschl

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