ich will ein Bub sein

Mami, ich will ein Bub sein!

Warum es gut war, dass meine Tochter die Genderideologie verpasst hat…

Sie war eine Puppe, so ein Baby, bei dem alle stehenbleiben mussten, um in den Kinderwagen zu schauen. „Du weißt schon, dass sie ein außergewöhnlich hübsches Baby ist“, sagte mir eine Verwandte mit verzücktem Blick. Ich war gerührt und natürlich sehr stolz, wie es wohl jede Mutter wäre. Die Jahre vergingen, sie wurde älter und größer, aber das „Puppige“ blieb. Sie war medizinisch, physisch und optisch eindeutig ein Mädchen.

‚Biologically Female – XX Chromosomes‘

Sie verhielt sich auch so. Bis sie eines Tages aus dem Kindergarten heimkam und weinte: „Mami, ich will ein Bub sein!“ Nun gut, ich dachte mir, sie hätte nur einen schlechten Tag gehabt. Und wir wissen doch, Buben haben es manchmal leichter. Dann haben wir „Mädchen“ uns öfter im Laufe unseres Lebens gedacht, dass wir lieber ein Bub wären. Die Zeit verging, der Wunsch, ein Bub zu sein, blieb.

Jahrelang war unsere Tochter biologisch ein ‚Mädl‘, sie zog aber keine Röcke mehr an und wollte kurze Haare haben. Sie verkleidete sich zu Fasching als Pirat, niemals war eine klassische „Mädchenverkleidung“ Thema. Wer sie fragte, ob sie ein Mädchen oder ein Bub sei, bekam zur Antwort:

„Ich bin ein Mädchen, aber eigentlich bin ich ein Bub!“

Biologie – ein Mythos?

Zweifel in uns Eltern keimten auf. Anfangs eher belustigende Gedanken, wie ‚sie ist im falschen Körper geboren‘, 2009 waren diese Ideen noch unverfänglich. Wir beruhigten uns wieder, sie würde ja spätestens in der Pubertät ihre Rolle finden und wissen, dass sie ein Mädchen sei. Doch es war hart. Die ‚Obsession‘ unseres Kindes, ein Bub zu sein und kein Mädchen, war konsequent. Im Kindergarten fing es an und hielt bis zu ihrem 12. Lebensjahr. Wir hatten uns mit dem „burschikosen Gehabe“ unserer Tochter abgefunden. Wir haben sogar darüber spekuliert, ob sie später eine homosexuelle Neigung entwickeln würde. Leicht war dies alles nicht für uns. Aber ich beruhigte mich, schließlich war ich selbst kein ‚typisches‘ Mädchen gewesen, auch mit Buben aufgewachsen, ein Tomboy … aber … ich stellte mein Geschlecht nie in Frage. Also … doch alles beunruhigend?

Brainwashing der Jugend

Ja, das war es. Aber eben nur aufwühlend für uns als Familie. Und es geht in Wahrheit nur die Familie etwas an. Es geht nur die Eltern und das betreffende Kind etwas an. Und schon gar nicht den Staat. Die Gefahr der Genderideologie ist mehrfach: sie überschreitet persönliche und individuelle Grenzen, sie zerstört Familienstrukturen und verformt den Menschen zum ‚Avatar‘, der von der Gesellschaft und der Staatsmacht manipuliert und sogar in seiner körperlichen Integrität zerstört werden darf. Die Jugend unterliegt einem Brainwashing, das nachhaltig die sozialen Strukturen zu untergraben droht:  der Wunsch, Familie zu gründen, verblasst zunehmend. Und Familie, das ist doch die Keimzelle einer funktionierenden Gesellschaft, oder nicht?

Das wahre Geschlecht ist biologisch!

Biologie wird seit Jahren durch Vernebelung ersetzt. Der Jugend wird oft, schon vor der Pubertät, erzählt, dass die Biologie ein Mythos sei, dass das soziale Geschlecht, also das berühmte ‚Gender‘, das wahre Geschlecht des Menschen sei. Auf diese Weise wird die Jugend heute in medikamentöse und operative, nicht reversible, Abhängigkeiten gebracht, unter dem Vorwand der Lebensverbesserung.

Ein typisches Mädchen

Diese ‚Umprogrammierung‘ des jungen Menschen trifft diesen in seiner vulnerabelsten Zeit, der Kindheit und Jugend. An unserer Tochter ging diese – Gott sei Dank – vorbei. Wir konnten sie einfach in Ruhe erwachsen werden lassen. Auch die Schule hat sie in Ruhe gelassen. Wie wäre es heute, wäre sie nun 13 Jahre alt? Unsere Tochter ist heute, nach Ende der Pubertät, eine eindeutige junge Frau – die sie immer war. Sie ist heute nicht mehr in der Lage nachzuvollziehen, warum sie ein Bub sein wollte.

Liebe Eltern! Gebt den Kindern die Zeit, die sie brauchen, und lasst euch nicht in die Irre führen! Wir sind alle wunderbar – so wie wir geschaffen wurden … und vor allem: lasst die angeborenen Hormone des Menschen ihre Arbeit machen!

Katharina Nepf
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